Victor Bruns (1904 – 1996)

Im Jahre 2004 war Victor Bruns’ 100-jähriges Geburtstagsjubiläum, ein Anlass, sein musikalisches Schaffen, sein Leben und Werk umfassender darzustellen und zu würdigen.

Victor Bruns ist deutscher Abstammung, dessen Urgroßeltern im 18. Jahrhundert nach St. Petersburg / Russland übersiedelten.

Seine erste musikalische Ausbildung fand in Leningrad statt (St. Petersburg wurde 1914 in Petrograd und 1924 in Leningrad umbenannt) und war deshalb stark von der russischen Tradition geprägt.

Seine ersten Jahre als Musiker (Fagottist uns Komponist) verbrachte er in seiner Heimatstadt und setzte sein Schaffen ab 1938 - nach Zwangsausweisung aus der Sowjetunion nach Deutschland - in Berlin fort.

Schwerpunkte seines kompositorischen Werkes liegen auf dem Gebiete der Kammermusik für Bläser und Streicher. Weiterhin sind mehrere Orchesterwerke, Symphonien und Konzerte für Soloinstrumente (Bläser- und Stereicher) entstanden. Besonders hervorgetan hat sich Victor Bruns mit Ballettmusiken, von denen die besonders erfolgreichen Ballette „Das Recht des Herrn“ und „Die neue Odyssee“ hervorzuheben wären. Insgesamt entstanden 99 Werke, von denen das op. 99 ein Fragment blieb.